Kurzfassung für Eilige: Hängt dein PC ungewöhnlich lange bei „Windows wird vorbereitet“ (z.B. länger als 1–2 Stunden ohne sichtbare Aktivität), ist meist ein Update- oder Systemdatei-Problem die Ursache. Starte den Rechner hart neu, löse die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) aus, prüfe Systemdateien (
SFC/DISM), setze die Update-Komponenten zurück, entferne externe Geräte und schaffe ausreichend freien Speicher. Unten findest du detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, fortgeschrittene Reparaturen und Präventionstipps.
Was bedeutet die Meldung eigentlich?
Die Anzeige „Windows wird vorbereitet, schalten Sie den Computer nicht aus“ ist bei großen kumulativen Updates oder Funktionsupdates normal. Windows führt dabei Aufgaben wie das Anwenden von Patches, das Bereinigen alter Komponenten, Treiberregistrierungen und das Finalisieren von Diensten aus. Je nach Update-Größe, Systemleistung (CPU, SSD/HDD), Treibern und freiem Speicher kann das 20–90 Minuten dauern, in Einzelfällen auch länger. Kritisch wird es, wenn die Anzeige über lange Zeit unverändert bleibt und keine Aktivität mehr erkennbar ist.
Woran erkennst du, dass es wirklich hängt?
- Die Statusmeldung bleibt über 1–2 Stunden unverändert, keinerlei Bewegung.
- Die Festplatten-LED bleibt dauerhaft aus (keine I/O), Lüfter drehen einheitlich, keine Update-Geräusche.
- Das System kehrt nach Neustart wiederholt zur gleichen Meldung zurück (Update-Schleife).
- Du hast kurz zuvor ein Update angestoßen, aber es gab Warnungen zu Speicherplatz oder Treibern.
Wichtig: Ein kurzer Stillstand (z.B. 10–20 Minuten) kann normal sein, insbesondere bei HDDs. Erst ab längerer Inaktivität solltest du eingreifen.

Symptome, typische Ursachen und schnelle Maßnahmen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| „Windows wird vorbereitet“ bleibt stundenlang stehen | Defekte Update-Komponenten, blockierte Dienste, beschädigte Systemdateien | Harter Neustart, WinRE, SFC/DISM, Update-Komponenten zurücksetzen |
| Update-Schleife nach jedem Boot | Fehlerhafte Pending-Updates, inkompatible Treiber | Neueste Updates deinstallieren, Pending-Aktionen zurücksetzen |
| Sehr langsamer Fortschritt ohne Ende | HDD statt SSD, zu wenig freier Speicher, externe Geräte stören | Externe Geräte abziehen, Speicherplatz freigeben, Update erneut anstoßen |
| Fehler nach erzwungenem Neustart | Unvollständige Update-Transaktion | Windows-Starthilfe, Systemwiederherstellung, Inplace-Upgrade |
Erste Hilfe: Sicherer harter Neustart
Wenn „windows wird vorbereitet schalten sie den computer nicht aus hängt“ und keine Aktivität erkennbar ist, darfst du den Rechner hart neu starten. So gehst du vor:
- Halte den Einschaltknopf 10–15 Sekunden gedrückt, bis der PC ausgeht.
- Trenne bei Desktop-PCs kurz die Stromversorgung; bei Laptops Netzstecker ziehen – wenn möglich Akku entfernen (oder warten, bis der Akku leer ist).
- Starte den PC erneut.
Hinweis: Windows erkennt oft unvollständige Updates und versucht automatisch zu reparieren oder das Update zurückzurollen.
Automatische Reparatur/WinRE auslösen
Öffne die erweiterten Startoptionen, falls der normale Boot nicht weiterführt:
- Schalte den PC während des Bootvorgangs drei Mal hintereinander aus (Power halten), damit Windows die Automatische Reparatur startet.
- Alternativ: Halte beim Neustart Umschalt gedrückt und wähle Neu starten (wenn du Windows noch erreichst).
In der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) findest du unter Problembehandlung → Erweiterte Optionen wichtige Werkzeuge:
- Starthilfe (Startup Repair)
- Update deinstallieren (neueste Qualitäts- oder Funktionsupdates zurückrollen)
- Systemwiederherstellung (falls Wiederherstellungspunkte existieren)
- Eingabeaufforderung (für SFC/DISM und manuelle Reparaturen)
- Starteinstellungen → Abgesicherter Modus

Systemdateien prüfen und reparieren (SFC/DISM)
Beschädigte Systemdateien sind eine häufige Ursache. Führe in der Eingabeaufforderung (als Administrator, gern aus WinRE) diese Befehle nacheinander aus:
sfc /scannow
Wenn SFC Probleme meldet oder nicht alles reparieren kann, ergänze mit DISM:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
sfc /scannow
Tipp: Aus WinRE nutzt du statt /Online die Offline-Variante (achte auf das korrekte Windows-Laufwerk, in WinRE oft D:):
DISM /Image:D:\ /Cleanup-Image /RestoreHealth
sfc /scannow /offbootdir=C:\ /offwindir=D:\Windows
Windows Update-Komponenten korrekt zurücksetzen
Hängende Updates liegen häufig an kaputten Caches. Setze die Update-Dienste & -Ordner zurück:
- Starte die Eingabeaufforderung (Admin).
- Stoppe Update-Dienste:
net stop wuauserv
net stop bits
net stop cryptsvc
net stop msiserver
- Benenne die Caches um (werden neu erstellt):
ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old
ren C:\Windows\System32\catroot2 catroot2.old
- Starte die Dienste neu:
net start wuauserv
net start bits
net start cryptsvc
net start msiserver
Alternative strikt: Statt ren kannst du Inhalte löschen (del /s /q), das Umbennen ist aber sicherer.
Speicherplatz prüfen und freigeben
Zu wenig freier Speicher auf Laufwerk C: führt zuverlässig zu Update-Problemen. Plane mindestens 20–32 GB frei ein, bei großen Funktionsupdates mehr. So schaffst du Platz:
- Datenträgerbereinigung → Systemdateien bereinigen → „Vorherige Windows-Installation(en)“, „Windows Update-Bereinigung“, „Temporäre Dateien“.
- Einstellungen → Speicher (Storage Sense) aktivieren.
- Große Dateien (Videos, VMs) temporär auf externes Laufwerk verschieben.
- Optional: Ruhezustandsdatei deaktivieren, wenn knapp:
powercfg -h off(spart mehrere GB).
Externe Geräte und Peripherie abziehen
Zeitweise stößt ein Update an Treiber- oder Gerätegrenzen. Trenne alles Nicht-Notwendige:
- USB-Sticks, externe Festplatten, Kartenleser
- Drucker, Scanner, spezielle Eingabegeräte
- Docking-Stations
Starte danach neu und teste das Update erneut.
Updates gezielt deinstallieren oder manuell installieren
Bricht Windows immer in dieselbe Phase, hilft oft ein Rückroll oder eine manuelle Installation.
- WinRE → Erweiterte Optionen → Update deinstallieren: Wähle zuerst das letzte Qualitätsupdate, dann ggf. das letzte Funktionsupdate.
- Microsoft Update-Katalog: Lade das problematische KB-Update gezielt herunter und installiere es manuell (nach Reset der Update-Komponenten).
Abgesicherter Modus & Clean Boot
Drittanbieter-Dienste/Treiber können blockieren. Gehe so vor:
- Starte in den Abgesicherten Modus mit Netzwerk (WinRE → Starteinstellungen).
- Führe Update-Troubleshooter aus: Einstellungen → System → Problembehandlung → Andere Problembehandlungen → Windows Update.
- Starte einen Clean Boot:
msconfig→ Alle Nicht-Microsoft-Dienste deaktivieren; Task-Manager → Autostart minimieren. Danach Update testen. Verursacher per Ausschluss finden.
Fortgeschrittene Reparaturen (nur wenn nötig)
- Pending-Aktionen zurücksetzen (aus WinRE, Eingabeaufforderung):
DISM /Image:D:\ /Cleanup-Image /RevertPendingActionsDanach neu starten.
- Komponentenspeicher prüfen:
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth - Datenträger prüfen (Dateisystemfehler):
chkdsk C: /f /rBestätige beim nächsten Neustart.
- Transaktions-Manager zurücksetzen:
fsutil resource setautoreset true C:\
Treiber, BIOS/UEFI und SSD-Firmware aktualisieren
Besonders Storage- und Chipsatztreiber (Intel RST, AMD SATA/NVMe) können Update-Phasen blockieren. Empfohlen:
- Aktuelle Chipsatz-, Storage– und Grafiktreiber direkt vom Hersteller installieren.
- BIOS/UEFI prüfen und bei Bedarf aktualisieren (nur mit Netzteil/USV).
- SSD-Firmware updaten (Hersteller-Tool nutzen), insbesondere bei bekannten Kompatibilitätsproblemen.
Protokolle lesen: Was schiefgeht verstehen
Wenn der Fehler reproduzierbar ist, liefern Logs Hinweise:
- Ereignisanzeige → Windows-Protokolle → Setup/System (nach dem Neustart).
- WindowsUpdate.log generieren:
Get-WindowsUpdateLog - CBS.log (Komponentenspeicher):
C:\Windows\Logs\CBS\CBS.log. - SetupAct.log und Setuperr.log für Feature-Upgrades (Panther-Ordner).
Strom und Netzwerk: Unsichtbare Bremsen
- Stabile Stromversorgung: Nutze bei Desktop-PCs eine USV, bei Laptops Netzbetrieb.
- Netzwerk: Vermeide Updates über instabile WLANs oder eingeschränkte Hotspots. Keine Proxy-/VPN-Zwänge während der Installation.
- Antivirus: Drittanbieter-Suiten temporär deaktivieren/deinstallieren, wenn sie den Update-Prozess blockieren (danach wieder aktivieren).
Wenn nichts hilft: Inplace-Upgrade oder Zurücksetzen
Bevor du neu installierst, versuche ein Inplace-Upgrade (Reparaturinstallation), das deine Daten und Apps behält:
- Lade das Media Creation Tool von Microsoft.
- Wähle „Diesen PC jetzt aktualisieren“ oder erstelle ein Installationsmedium.
- Starte
setup.exeaus Windows heraus und wähle Persönliche Dateien und Apps behalten.
Alternativ: Diesen PC zurücksetzen → „Eigene Dateien behalten“. Das setzt Windows weitgehend neu auf, behält aber persönliche Daten (Apps müssen ggf. neu installiert werden).
Typische Update-Dauern und Hinweise
| Update-Typ | Typische Dauer | Hinweise |
|---|---|---|
| Kumulatives Qualitätsupdate | 10–45 Minuten | Schneller auf SSD; Neustart erforderlich; kann Konfigurationsphase haben. |
| Funktionsupdate (Versionwechsel) | 30–120 Minuten | Hängt von Treibern, Apps, Speicherplatz ab; mehrfache Neustarts normal. |
| .NET/Servicing | 5–20 Minuten | Teilweise erst beim Neustart finalisiert. |
Best Practices: So verhinderst du künftige Hänger
- Vor großen Updates immer ausreichend freien Speicher sicherstellen.
- Regelmäßig Treiber (Chipsatz/Storage/GPU) und BIOS/UEFI pflegen.
- Externe Geräte während großer Updates abstöpseln.
- Updates zu Zeiten einplanen, in denen Unterbrechungen tolerierbar sind.
- Sicherung wichtiger Daten (Backup-Image), bevor Feature-Upgrades installiert werden.
- Windows-eigene Update-Problembehandlung ausführen, wenn Anzeichen für Fehler auftreten.
- Keine „Tuning“-Tools oder Registry-Cleaner während Update-Phasen einsetzen.
Checkliste: Schritt-für-Schritt bei einem Hänger
- Mindestens 60–120 Minuten abwarten, auf Aktivität achten (LED/SSD).
- Harter Neustart, danach erneut testen.
- WinRE öffnen → Starthilfe oder Update deinstallieren.
- In die Eingabeaufforderung: SFC und DISM ausführen.
- Update-Komponenten (SoftwareDistribution/Catroot2) zurücksetzen.
- Externe Geräte entfernen, Speicherplatz freigeben.
- Abgesicherter Modus/Clean Boot, Update erneut versuchen.
- Bei Bedarf manuell installieren (Update-Katalog) oder Inplace-Upgrade durchführen.
Risiken und Hinweise
Ein harter Neustart während eines echten Schreibvorgangs kann theoretisch Daten beschädigen. Greife deshalb erst ein, wenn über längere Zeit keine Aktivität erkennbar ist. Ein Backup vor größeren Updates ist immer die beste Versicherung.
Fazit
Wenn „Windows wird vorbereitet“ scheinbar endlos hängt, ist das fast immer auf defekte Update-Caches, beschädigte Systemdateien, Treiberprobleme oder zu wenig Speicherplatz zurückzuführen. Mit einem strukturierten Vorgehen – hartem Neustart, WinRE-Werkzeugen, SFC/DISM, dem Zurücksetzen der Update-Komponenten, ausreichend Speicher sowie dem Entfernen externer Geräte – löst du die meisten Fälle schnell und dauerhaft. Für zähe Hartnäckigkeiten stehen dir das Deinstallieren problematischer Updates, Clean Boot, manuelle Installation über den Update-Katalog und als letzte Stufe das Inplace-Upgrade zur Verfügung. So bringst du dein System zügig und sicher wieder in einen sauberen Zustand – ohne Neuinstallation von Null.
FAQ
Wie lange ist „normal“, bis ich eingreife?
Je nach Update-Typ, Hardware und Speicherplatz 20–90 Minuten. Ab ca. 1–2 Stunden ohne erkennbare Aktivität kannst du eingreifen.
Schadet ein harter Neustart meinem PC?
In seltenen Fällen kann es laufende Schreibvorgänge stören. Wenn aber keine Aktivität mehr erkennbar ist, ist der Neustart die pragmatische und meist sichere Option. Windows rollt unvollständige Updates in der Regel zurück.
Reicht es, den Update-Cache zu löschen?
Oft ja. Das Zurücksetzen von SoftwareDistribution und Catroot2 behebt viele Update-Probleme. Führe ergänzend SFC/DISM aus.
Ich komme nicht mehr ins System – was nun?
Nutze WinRE: Drei harte Neustarts erzwingen die Automatische Reparatur. Dort findest du Starthilfe, Update-Deinstallation, Systemwiederherstellung und die Eingabeaufforderung.
Wie viel Speicherplatz brauche ich?
Plane mindestens 20–32 GB frei auf C:, bei großen Funktionsupdates mehr. Bereinige alte Windows-Versionen und temporäre Dateien.
Hilft das Deaktivieren des Virenscanners?
Temporär kann es helfen, wenn die Suite tief ins System eingreift. Deinstalliere nur testweise, installiere danach wieder oder nutze Windows Defender.
Was ist der Unterschied zwischen Qualitäts- und Funktionsupdate?
Qualitätsupdates sind monatliche Sicherheits-/Wartungsupdates; Funktionsupdates heben Windows auf eine neue Hauptversion (größer, riskanter, dauern länger).
Wann sollte ich ein Inplace-Upgrade machen?
Wenn SFC/DISM, Reset der Update-Komponenten und WinRE-Maßnahmen nicht helfen oder wenn sich Update-Schleifen nicht anders auflösen lassen. Es behält Daten und Apps.
Bringt ein Clean Boot wirklich etwas?
Ja. Er hilft, Konflikte durch Drittanbieter-Dienste/Autostarts zu isolieren und Updates in einer „sauberen“ Umgebung zu installieren.
Nach dem Fix kommt der Fehler wieder. Und jetzt?
Prüfe Treiber- und Firmwarestände (Chipsatz/Storage/BIOS/SSD), stelle mehr Speicherplatz bereit, vermeide Peripherie bei Updates und führe regelmäßige Wartung inkl. Datenträgerbereinigung durch.

